Verbraucher-Rant: real & Gutscheine
Das Gegenteil von gut ist gut gemeint...
Lange schon habe ich keinen Verbraucher-Rant mehr geschrieben, da ist es mal wieder Zeit für ein bisschen Konsumenten-Gejaule...
Also...
Wenn ich an der Kasse bei real stehe und für über 96 Euro Waren im Einkaufswagen habe, die nur noch sehnsüchtig auf ihre Bezahlung warten, bevor sie vom Konsumtempel ins heimische Purgatorium (Herd, Magen) wandern, dann ist das letzte, was ich brauche, der Hinweis, daß ich für 4 Euro mehr einen 10 Euro Gutschein bekommen könnte.
Hinter mir steht schon der nächste Kunde, vor mir der Wagen voller Güter... und ich kann da nicht weg. In Griffweite sind nur Zigaretten, Alkohol und Hustenpastillen. Und wo soll ich jetzt sinnvoll Waren für 4 Euro herbekommen? Für mich ist das Streß...
Die geniale Lösung wäre natürlich gewesen, dem Kunden hinter mir etwas für den gesuchten Betrag zu schenken, in dem ich es kurzzeitig meiner Beute hinzufüge. Darauf bin ich in dieser klaustrophobischen Einkaufssituation nicht gekommen... so habe ich den Laden mit dem Gefühl verlassen, daß mir bares virtuelles Geld entgangen ist. Und das ist genau das Gegenteil von einem befriedigenden Shopping-Erlebnis, auch wenn die nette Verkäuferin es bestimmt nur gut gemeint hat...
Dabei hätte ich so gerne lobend erwähnt, daß es bei real noch echte frische Milch gibt, und nicht bloß diesen länger haltbaren Scheiß. Aber darüber sage ich jetzt nichts, das hebe ich mir dann für den schönen Tag auf, wo ich dort mal nicht gefragt werde, ob ich meine persönlichen Daten prostituieren möchte, in dem ich mit der Payback-Karte bezahle.
...
So, und jetzt konsumiere ich Waren im Wert von 96 Euro. Oder zumindest fange ich an, die Bio-Milch hält sich ja nicht ewig...

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