Heilbronn ist schon ein gefährliches Pflaster für Radfahrer - am vergangenen Samstag, den 10.10. wurde ich gleich vier mal von einem Auto erfasst und blieb mit Kopfverletzungen und gebrochenem Sprunggelenk am Boden liegen. Und das war immer dieselbe hysterischen Frau, die noch nicht einmal einen Führerschein hatte... zum Glück war es bloß eine Übung :)

Im Rahmen des Übungstages für die Rettungshundestaffeln in Baden-Württemberg habe ich zum ersten Mal außerhalb der Bereitschaftsübungen ein Unfallopfer mimen dürfen. Zur Abwechslung mußten in dieser Situation nicht die Hunde ran, sondern die Herrchen und Frauchen, die mit einer Unfallsituation auf dem Rückweg von einem Einsatz konfrontiert wurden.

Und so lag ich dann da, stellte das verletzte Opfer dar und durfte mich wiederholt versorgen lassen. Dabei stellte sich heraus, das alle Rettungshundeführer auch mit so einem eher ungewöhnlichen Fall kein Problem hatten und einen Verletzten sowie eine Person unter Schock (die Fahrerin) gut versorgen könnten bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter oder des Notarztes. Allerdings ist die Ausbildungslage und auch die Ausrüstung schon recht unterschiedlich, manche Teams sind mehr, andere weniger auf die medizinische Versorgung ausgelegt. Nicht jeder hat einen Stiffneck dabei oder kann in einer Stresssituation einen effizienten Traumacheck machen (das muß ich auch noch weiter üben ;) ). 

Derweil hatte meine Schwester eindeutig den Kürzeren gezogen - sie wartete im Trümmerfeld in einem tiefen, kalten, dunklen Loch als Opfer einer Explostion auf die Rettungshunde, die doch einige Zeit brauchten, um die Frau mit den schweren Verbrennungen an Gesicht und Händen zu finden. 

 


Zwei Rettungshunde warten auf Freigang

 

Endlich Zeit zum Spielen 

 

Rettungshund wartet auf ein Leckerli
Zeit zum Spielen für die Hunde
Das fiktive Unfallopfer
Cordula auf dem Weg in die Höhle
2m tiefer: der Zugang zum dunklen Loch
Professioneller Krankentransport aus dem Trümmerfeld (nur eine Puppe ;) )
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