Papierschnipsel aus dem Reißwolf

Heute kam der neue Aktenvernichter (aus dem Amazon Basics Programm) - und das Resultat ist rechts zu sehen. Links der Output vom alten Reißwolf, der am Wochenende anfing, unangenehm nach verbranntem Papier zu riechen, und den ich deswegen lieber aus dem Verkehr ziehe. Nach 5 Jahren ist das auch kein so schlechtes Alter, um ein Elektrogerät dieser Art aufs Altenteil zu schicken.

 

Ich bin nicht konsumsüchtig. Aber ich habe über 666 Spiele in meinem Steam-Account... zumeist eine Folge der vielen günstigen HumbleBundles - bei 3-10 Spielen für ein paar Euro ist es schwer, nein zu sagen.

Aber damit dieses Backlog nicht ins Unermessliche anwächst und bevor ich der Versuchung erliege, noch mehr günstige Spiele  zu kaufen ("nur noch heute" "80% reduziert" "jetzt neu mit 10 DLCs zum Start, die alle nicht mehr ins Basisspiel passten"), werde ich mal besser anfangen, ein paar auch zu spielen (in der Hoffnung, neben der täglichen Rocksmith-Session auch die Zeit dazu zu finden).

Gestern: Bejeweled 3

Nettes Puzzle-Spiel, bei dem man immer 3 Edelsteine in einer senkrechten oder waagerechten Reihe verbinden muß. 8 verschiedene Spielmodi, auf Zeit oder ganz entspannt, mit vielen Herausforderungen. Macht Spaß.

Gestern/Heute:

Jack Lumber

Screenshot Jack Lumber
Screenshot Jack Lumber

Geschicklichkeitsspiel - sieht einfach aus, wird dann schnell knifflig. Im Kern geht es darum, unter Zeitdruck eine Linie mit der Maus durch fliegende Holzteile zu ziehen - aber in der jeweils richtigen Richtung und möglichst genau. Bin noch nicht allzu weit, aber im Vergleich zu Bejeweled ist es eine nette Abwechslung. Es gibt auch eine Hintergrundgeschichte und einen Biber mit lustigen Sprüchen... kurzweiliger Spaß.

Nach einer längeren Pause habe ich in den letzten Wochen ein paar Open Source Projekte wieder aktiviert bzw. neu erstellt.

  • Little Goblin, das Browserspiel-Framework hat wieder Fahrt aufgenommen. Ich habe die Anwendung von Grails 2.2 auf 2.4 aktualisiert. Dadurch sind eine Menge Änderungen nötig geworden. Außerdem gab es noch viele Dinge, die nicht / noch nicht / nicht mehr liefen. Ein paar Sachen sind schon gefixt, andere stehen noch auf der todo-Liste.
  • RegEchse, ein Programm zum Testen von Java Regular Expressions im Browser. Als ich auf der Arbeit eine kleine Schulung zum Thema reguläre Ausdrücke halten wollte, ist mir aufgefallen, daß es doch nett wäre, so ein Tool online zu haben. Nun, der Code an sich läuft (mal wieder eine Grails-Anwendung - wenn man einen Hammer hat, sieht einfach alles wie ein Nagel aus ;) ), aber bevor ich das wirklich live stellen kann, muß ich noch das Problem lösen, wie mit zu lange laufenden Ausdrücken umzugehen ist. Zur Zeit kann man böse Dinge an den Server schicken, die sich wie ein DOS-Angriff auswirken würden.
  • Rock,  eine weitere Webapp, diesmal zum Erfassen von Highscores im Gitarren- und Bass-Lernspiel Rocksmith 2014. Leider noch nicht online, da ist noch einiges zu tun. Als Hintergrund: Rocksmith speichert zwar die aktuellen Highscores zu einzelnen Liedern, aber erstellt keine historisierte Ansicht. Und das wäre doch nett, um den Fortschritt über Monate hinweg verfolgen zu können... Gibt es zwar schon, aber das, was ich da getestet habe, ist schnarchlangsam gewesen. Außerdem mache ich mit "Rock" ein Experiment - ich zeichne die gesamte Entwicklung mit Camtasia als Screencast auf. Mal schauen, ob ich das durchhalte bzw. ob das fertig wird ;)

 Rocksmith 2014 - Score Attack Screenshot

Vergangenen Samstag war ich nach sehr langer Zeit (~20 Jahre...) auf einem Rock-Konzert und zum ersten Mal auf einem richtig großen ... genauer gesagt auf dem Knock Out Festival 2013 in Karlsruhe, mit über 6000 Besuchern nach eigenen Angaben das größte Hallenfestival in Deutschland.

Die erste Band (Kissin Dynamite) habe ich leider aus Zeitgründen nicht gesehen. Dafür die meisten Songs von Pink Cream 69, die soliden Hard Rock / Metal spielten. Ich mag das ja, wenn man die Aktionen der einzelnen Musiker auf der Bühne dem Sound, der aus den riesigen Boxen kommt, dann auch irgendwie zuordnen kann. Das war im weiteren Verlauf des Abend nicht immer der Fall.

Danach folgte das erste Highlight des Abends: Lordi. Buchstäblich bekannt aus Funk und Fernsehen, begeisterten sie laut und mit der guter & unterhaltsamer Bühnenshow die Masse :) - Mr Lordi auch als Weihnachtsmonster, das zum Ende nach den Klassikern (Hard Rock Halleluja, Devil is a loser u.a.) Geschenke in die Menge warf. Sehens- und Hörenswert.

Dann folgte Saltatio Mortis, die in Karlsruhe ein Heimspiel hatten - und von denen ich mir nach den kreativen Videos (Wachstum über alles und Früher war alles besser) mehr erhofft hatte. Ok, laut waren sie. Nach 2-3 Songs konnte ich dann auf einem Ohr nicht mehr so viel hören und bin dann erstmal auf die Empore gegangen... Aber laut allein reicht halt nicht.

Zwischendurch wieder eine längere Umbaupause - und die Menge strömte zum Bieraustausch: Literbecher abgeben, Wasser ablassen, nachfüllen. ... Nächsten Mal sollte ich vielleicht nicht gerade mit dem Auto hinfahren ;). Das Catering war duchaus ok, man mußte nicht lange warten auf seine Getränke. Die Pizzalappen waren so lala, die Brezeln ok. Ach ja, die Garderobe war eindeutig überfordert - als ich reinkam, machten die gerade zu "Nein, wir haben keinen Platz mehr". Vermutlich haben die Veranstalter gedacht "Rock-fans, die tragen sowieso dichtes Fell und legen das nie ab" ... aber dann gab's doch noch eine Lösung, so daß die Fans sich ihrer Winterkleidung entledigen konnten. Leider haben einige Leute sich nicht gleich ihrer Kippen entledigt und dann in der Halle geraucht.

Dann kam Doro Pesch, als Teil ihrer 30-Jahre-Tour. Wow, so viel Energie mit fast 50 Jahren und eine Bühnenpräsenz und -show - überragend. Neue und alte Songs, und zum Mitsingen dann "All we are", eines der ersten Metal-Stücke, mit denen ich damals Ende der 80er / Anfang 90er der härteren Musik näherkam. Und mit 6000 Menschen das unerwartete "Breaking the Law" (Judas Priest) singen - cool. Zumal ich das gerade in Rocksmith 2014 übe ;)

Danach war es schon spät, und die vielen Sabaton Fans konnten es kaum noch erwarten und kamen dann auch voll in Bewegung, selbst wenn der vom Bier klebrige Hallenboden mit der Schwerkraft eine unheilige Allianz einging, um die Besucher auf dem Boden zu halten. Sabaton haben ja mit Carolus Rex und dem noch bekannteren Primo Victoria erstklassige Metal-Songs im Programm. Leider hatten sie das Bedürfnis, Saltatio Mortis in Sachen Lautstärke zu übertrumpfen, so daß ihr musikalisches Talent in einer Welle aus Lärm ertrank. Vielleicht bin ich ja zu alt für harte Live-Musik ... andererseits: die Besucher waren altersmäßig gut zwischen 20 und 60 verteilt, und ich war nicht der einzige, der bei Sabaton auf die Empore ging ;)

Insgesamt war's gut, sehr laut, aber gut. Und auf jeden Fall ein Erlebnis. Außerdem weiß ich jetzt, warum einige Leute den ganzen Abend auf ihre Smartphones schauten, während sie die das Geschehen filmten: wenn die Statur nicht ausreicht, um über die Köpfe zu schauen, dann hilft's, die kurzen Ärmchen vom Bierbauch in die Höhe zu heben um wenigstens per Handy die Band live sehen zu können :)

Für's nächste Jahr ist Gotthard angekündigt - mal schauen, wer noch dazu kommt ...

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