1. The Slime Dungeon (Jeffrey Logue und Silvia Lew, April 2016, Kindle Shop, 422 S., 3,55€)
  2. The Dungeon's Town (September 2016, 346 S., 4€)
  3. The Dungeon's Child (Februar 2017, 283 S., 4,25€)

Die Idee ist interessant: ein Fantasy-Roman aus der Perspektive eines lebenden Dungeons. Wer als Spielleiter im traditionellen Pen'n'Paper Rollenspiel schon mal einen Dungeon entworfen hat, durch den die Spieler dann ihre Helden schicken, kennt das Gefühl: es macht Spaß, sich die Räume und Fallen auszudenken, ebenso die Schätze und Monster und die Hintergrundgeschichte bzw. das ganze Umfeld in dem sich die Helden dann bewegen. 

The Slime Dungeon beschreibt die Entwicklung von Doc, dessen menschliche Seele in einem Dungeonkristall wiedergeboren wird. Ihm zur Seite steht Claire, eine Fee (Pixie) mit Beruf Dungeonberater. Durch die Dialoge und die sich entwickelnde Beziehung zwischen Dungeon und Fee wirkt das Geschehen lebendig und durch die naiven Seiten von Doc auch durchaus lustig.

Ab und an wechselt die Perspektive zu den Abenteurern, die auf Schatzsuche vorbeikommen. Das bettet die Geschichte auch in einen größeren Kontext ein (Intrigen am Hofe, Überlegungen der Kirche, ob man den Dungeon nicht komplett auslöschen muss, bevor er zur Bedrohung wird und Monsterhorden in die Umgebung schickt).

Da der Dungeon ständig neue Schätze und Herausforderungen generiert, wächst um ihn herum eine Stadt, und man versucht, gegenseitig das Beste aus der Situation zu machen: die Menschen farmen den Dungeon, und der Dungeon farmt die Menschen (da er durch jeden von Monstern gefressenen / verunglückten Abenteurer mächtiger wird).

Die Entwicklung läuft wie in einem litrpg ab, was auch z.T. eine Schwäche ist (Informationsbildschirme mit Entwicklungsfähigkeiten manifestieren sich vor Docs Augen...). Aber die Geschichte ist interessant, unterhaltsam und es ist nett zu sehen, was sich der Dungeon noch alles ausdenkt, um sich ein paar vorwitzige Abenteurer zu schnappen.

Inzwischen gibt es zwei weitere Bände, The Dungeon's Town und The Dungeon's Child. 

Seltsamer Weise ist das Konzept des lebenden Dungeons auch von einem zweiten Autor übernommen worden - Dakota Krout, Dungeon Born, der das Thema anders, aber auch sehr gut bearbeitet.

 

Gewitter in Gondelsheim in der Nacht vom Freitag, 24. Juni 2016 auf Samstag.

Nachdem mir ein Kollege und Hobby-Fotograf gezeigt hat, daß so eine Kamera auch sinnvolle Features außerhalb des Automatik-denk-nicht-nach-alles-wird-gut-Modus hat, habe ich es mal ausprobiert.

Und tatsächlich: mit entsprechend langer Belichtungszeit bekommt man auch den einen oder anderen  Blitz fotografiert ;)

Blitze über Gondelsheim

 

Heilbronn ist schon ein gefährliches Pflaster für Radfahrer - am vergangenen Samstag, den 10.10. wurde ich gleich vier mal von einem Auto erfasst und blieb mit Kopfverletzungen und gebrochenem Sprunggelenk am Boden liegen. Und das war immer dieselbe hysterischen Frau, die noch nicht einmal einen Führerschein hatte... zum Glück war es bloß eine Übung :)

Im Rahmen des Übungstages für die Rettungshundestaffeln in Baden-Württemberg habe ich zum ersten Mal außerhalb der Bereitschaftsübungen ein Unfallopfer mimen dürfen. Zur Abwechslung mußten in dieser Situation nicht die Hunde ran, sondern die Herrchen und Frauchen, die mit einer Unfallsituation auf dem Rückweg von einem Einsatz konfrontiert wurden.

Und so lag ich dann da, stellte das verletzte Opfer dar und durfte mich wiederholt versorgen lassen. Dabei stellte sich heraus, das alle Rettungshundeführer auch mit so einem eher ungewöhnlichen Fall kein Problem hatten und einen Verletzten sowie eine Person unter Schock (die Fahrerin) gut versorgen könnten bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter oder des Notarztes. Allerdings ist die Ausbildungslage und auch die Ausrüstung schon recht unterschiedlich, manche Teams sind mehr, andere weniger auf die medizinische Versorgung ausgelegt. Nicht jeder hat einen Stiffneck dabei oder kann in einer Stresssituation einen effizienten Traumacheck machen (das muß ich auch noch weiter üben ;) ). 

Derweil hatte meine Schwester eindeutig den Kürzeren gezogen - sie wartete im Trümmerfeld in einem tiefen, kalten, dunklen Loch als Opfer einer Explostion auf die Rettungshunde, die doch einige Zeit brauchten, um die Frau mit den schweren Verbrennungen an Gesicht und Händen zu finden. 

 


Zwei Rettungshunde warten auf Freigang

 

Endlich Zeit zum Spielen 

 

Rettungshund wartet auf ein Leckerli
Zeit zum Spielen für die Hunde
Das fiktive Unfallopfer
Cordula auf dem Weg in die Höhle
2m tiefer: der Zugang zum dunklen Loch
Professioneller Krankentransport aus dem Trümmerfeld (nur eine Puppe ;) )

Grumpy Cat on the Roof - Die Grummelkatze auf dem Wellblechdach

Den Blick kann ich nicht so richtig deuten - aber sie ist "not amused", denke ich :)

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