J.B. Garner, J.A. Cipriano, "Ring of Promise: A LitRPG novel (Elements of Wrath Online Book 1)", 296 Seiten, Kindle ebook, 4,99€

Klassisches "armer/kranker/traumatisierter Spieler muß online Geld verdienen, um sich/seine Familie zu unterstützen" Muster.

Max und seine Schwester sind nach einem Autounfall verwaist und körperlich behindert. Die medizinischen Kosten und kein "richtiger" Job sorgen dafür, daß Max sein Geld im Spiel Elementalis Online verdient, in dem er andere Spieler gegen Bares unterstützt. Als die Geldsorgen zunehmen, wird eine baldige große Erweiterung bekanntgegeben, bei der es auch große Preise zu gewinnen gibt. Max und drei Verbündete machen sich dran, als erste die Einstiegsquest zu bestehen.

Der technische Hintergrund des Spiels nimmt breiten Raum ein. Dabei geht es weniger um die Attributpunkte und Skills als um die Gegenstände und die durch Runen-Edelsteine verliehenen Fähigkeiten, die detailliert beschrieben werden. Max spielt als Tank, muß also viel einstecken können und die Aufmerksamkeit der Monster auf sich lenken, damit seine Freunde in relativer Sicherheit sind, wenn sie sich in den Kampf einmischen. Zwischen den Kapiteln gibt es meist zwei kleine Texte mit Metainformationen zum Spiel, was auf Dauer etwas viel wird.

Die Geschichte ist interessant, und es geht diesmal eben nicht um eine übermenschliche künstliche Intelligenz, mit der sich die Spieler anfreunden, sondern sehr viel mehr um die Interaktion der Spieler miteinander und mit der von den Entwicklern gescripteten Umwelt. 

Alles in allem gut, aber könnte noch besser sein. Oder: deutlich länger sein, denn die Spieler questen zwar sehr viel, aber sie kommen mit ihren Problemen nicht besonders weit. Falls es eine Fortsetzung gibt, wird diese hoffentlich spannender und nimmt die vielen offenen Handlungsfäden auf.

Graham McNeill, Forges of Mars, 944 Seiten

Fantasy/SF, Warhammer 40000, EN

Enthält die Romane

  • Priests of Mars
  • Lords of Mars
  • Gods of Mars
  • Kurzgeschichte: Zero Day Exploit

Archmagos Lexell Kotov führt eine Expedition an auf der Suche nach einem seit Jahrtausenden verschollenen Genie des Mechanicums, der unglaubliche Dinge gefunden haben soll. Das passiert auf einem gigantischen Raumschiff (> hundert Kilometer Durchmesser?) mit einer Begleitflotte aus Space Marines und einem Freihändler sowie einem Pack Titanen-Klasse Kriegsmaschinen. Verfolgt werden sie dabei von einem Eldar-Raumschiff.

Die Geschichte ist spannend und wird abwechslungsreich aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Helden und Unhelden haben ihre eigenen Motivationen, Rivalitäten und Gründe, auf dieser Mission dabei zu sein. Man erfährt viel über das Mechanicum und seine Strukturen.

Das Ganze wird an manchen Stellen allerdings auch arg bombastisch und opulent, so als wären einige Kampfszenen aus dem Transformer-Universum übergesprungen. Die Beschreibung der Fähigkeiten der Tech-Priester klingt oft nach "tech the tech with the tech". Das ist schade, weil die Geschichte dann auch an Glaubwürdigkeit verliert - wenn eine Maschine hunderte Priester benötigt, die sie in Gang halten, aber ein einzelner Adept hunderte von Dingen parallel machen kann ... hm. 

Insgesamt wie gesagt spannend und interessant. Für Fans von Warhammer 40K sicherlich mal eine mögliche Abwechslung zu den endlosen Horuskriegen.

  1. The Slime Dungeon (Jeffrey Logue und Silvia Lew, April 2016, Kindle Shop, 422 S., 3,55€)
  2. The Dungeon's Town (September 2016, 346 S., 4€)
  3. The Dungeon's Child (Februar 2017, 283 S., 4,25€)

Die Idee ist interessant: ein Fantasy-Roman aus der Perspektive eines lebenden Dungeons. Wer als Spielleiter im traditionellen Pen'n'Paper Rollenspiel schon mal einen Dungeon entworfen hat, durch den die Spieler dann ihre Helden schicken, kennt das Gefühl: es macht Spaß, sich die Räume und Fallen auszudenken, ebenso die Schätze und Monster und die Hintergrundgeschichte bzw. das ganze Umfeld in dem sich die Helden dann bewegen. 

The Slime Dungeon beschreibt die Entwicklung von Doc, dessen menschliche Seele in einem Dungeonkristall wiedergeboren wird. Ihm zur Seite steht Claire, eine Fee (Pixie) mit Beruf Dungeonberater. Durch die Dialoge und die sich entwickelnde Beziehung zwischen Dungeon und Fee wirkt das Geschehen lebendig und durch die naiven Seiten von Doc auch durchaus lustig.

Ab und an wechselt die Perspektive zu den Abenteurern, die auf Schatzsuche vorbeikommen. Das bettet die Geschichte auch in einen größeren Kontext ein (Intrigen am Hofe, Überlegungen der Kirche, ob man den Dungeon nicht komplett auslöschen muss, bevor er zur Bedrohung wird und Monsterhorden in die Umgebung schickt).

Da der Dungeon ständig neue Schätze und Herausforderungen generiert, wächst um ihn herum eine Stadt, und man versucht, gegenseitig das Beste aus der Situation zu machen: die Menschen farmen den Dungeon, und der Dungeon farmt die Menschen (da er durch jeden von Monstern gefressenen / verunglückten Abenteurer mächtiger wird).

Die Entwicklung läuft wie in einem litrpg ab, was auch z.T. eine Schwäche ist (Informationsbildschirme mit Entwicklungsfähigkeiten manifestieren sich vor Docs Augen...). Aber die Geschichte ist interessant, unterhaltsam und es ist nett zu sehen, was sich der Dungeon noch alles ausdenkt, um sich ein paar vorwitzige Abenteurer zu schnappen.

Inzwischen gibt es zwei weitere Bände, The Dungeon's Town und The Dungeon's Child. 

Seltsamer Weise ist das Konzept des lebenden Dungeons auch von einem zweiten Autor übernommen worden - Dakota Krout, Dungeon Born, der das Thema anders, aber auch sehr gut bearbeitet.

 

Gewitter in Gondelsheim in der Nacht vom Freitag, 24. Juni 2016 auf Samstag.

Nachdem mir ein Kollege und Hobby-Fotograf gezeigt hat, daß so eine Kamera auch sinnvolle Features außerhalb des Automatik-denk-nicht-nach-alles-wird-gut-Modus hat, habe ich es mal ausprobiert.

Und tatsächlich: mit entsprechend langer Belichtungszeit bekommt man auch den einen oder anderen  Blitz fotografiert ;)

Blitze über Gondelsheim

 

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